Wenn die Temperaturen steigen, stellt sich oft die Frage, ob und wie man den Rasen noch düngen kann. Besonders im Sommer ist es wichtig, bei der Düngung die richtigen Entscheidungen zu treffen, um einen gesunden und grünen Rasen zu erhalten. Hitze kann Stress für das Gras bedeuten, daher sollten Pflegepraktiken sorgfältig gewählt werden. In diesem Artikel werden hilfreiche Hinweise gegeben, wie Sie Ihren Rasen auch bei hohen Temperaturen bestens unterstützen können. Ein gezielter Umgang mit Düngemitteln und die richtige Bewässerung sind dabei zentral für eine erfolgreiche Rasenpflege.
Das Wichtigste in Kürze für den Gärtner
- Verwenden Sie langsam freisetzende Düngemittel zur Nährstoffversorgung bei Hitze.
- Halten Sie die Mähhöhe etwas höher, um Verdunstung zu reduzieren.
- Bewässern Sie tief und weniger häufig für gesundes Wurzelwachstum.
- Düngen Sie am besten frühmorgens oder spätabends, um Stress zu vermeiden.
- Vermeiden Sie Düngen während Hitzewellen, um Rasen nicht zusätzlich zu belasten.
Rasenpflege während hoher Temperaturen
Während hoher Temperaturen ist es entscheidend, die Rasenpflege an die klimatischen Bedingungen anzupassen. Bei Hitze sollte man darauf achten, das Gras nicht zu kräftig zu düngen, da dies zusätzlichen Stress verursachen kann. Es empfiehlt sich, auf langsame Düngemittel zurückzugreifen, die eine gleichmäßige Nährstoffversorgung gewährleisten.
Außerdem ist ein regelmäßiger Schnitt wichtig, um den Rasen nicht unnötig zu belasten. Halten Sie jedoch die Mähhöhe etwas höher, damit der Boden im Schatten bleibt und weniger Wasser verdunstet. Die Bewässerung spielt ebenfalls eine große Rolle in der heißen Phase. Statt häufige, oberflächliche Bewässerungen durchzuführen, sollten längere und tiefere Gießintervalle bevorzugt werden, um die Wurzeln zu stärken.
Mit diesen Anpassungen bleibt der Rasen auch bei hohen Temperaturen gesund und vital.
„Die Pflege eines Gartens erfordert Geduld, Liebe und das Verständnis für die Natur.“ – Monty Don
Rasen düngen bei Hitze?
Die Frage muss man mit Nein beantworten. Bei starker Hitze über etwa 25–30 °C sollten Sie Rasen nicht düngen. In dieser Phase stellen Gräser ihr Wachstum weitgehend ein und nehmen Nährstoffe kaum auf. Mineralische Dünger können den Rasen zusätzlich schädigen und sogar Verbrennungen verursachen. Warten Sie besser auf kühleres, feuchtes Wetter oder düngen Sie morgens oder abends. Alternativ eignen sich organisch‑mineralische Varianten.
Wann sollte man Düngen vermeiden?
- Bei Hitze und Trockenheit: Düngesalze entziehen dem Boden Feuchtigkeit, der Rasen trocknet schneller aus.
- Im Hochsommer wird der Juli oft ausgelassen. Geeignet sind der Juni oder der August, sobald die Temperaturen sinken oder Regen einsetzt.
Rasendünger
Sichere Alternativen
Organischer Dünger ist im Hochsommer für den Rasen unproblematisch und sogar empfehlenswert. Er setzt Nährstoffe langsam frei, erzeugt keinen Verbrennungsstress und aktiviert das Bodenleben. Im Gegensatz zu mineralischen Düngern wirkt er schonend und verbessert die Trockenheitsresistenz langfristig. Seine Wirkung entfaltet er besonders gut bei ausreichender Bodenfeuchte.
Organischer Dünger wirkt schonend, verbrennt nicht und verbessert den Boden langfristig.
Vorteile bei Hitze
- Kein Salzstress und kein Verbrennungsrisiko, da die Nährstoffe erst durch Bodenorganismen freigesetzt werden
- Regenwürmer und Mikroorganismen fördern den Humusaufbau und verbessern die Bodenstruktur
- Bessere Wasserspeicherung und stärkere Wurzeln, geeignet auch im Juli bei Temperaturen über 30 °C
Anwendungstipps
Wässern Sie den Rasen vor der Düngung gründlich. Düngen Sie anschließend gleichmäßig und regnen Sie die Fläche danach etwa 20 Minuten ein. Ein kaliumreicher Sommerdünger stärkt die Widerstandskraft des Rasens zusätzlich.
Bringen Sie organischen Dünger am frühen Morgen oder am Abend aus. Halten Sie eine Aufwandmenge von etwa 30–50 g pro Quadratmeter ein. Wässern Sie den Rasen danach leicht an. Geeignet sind zum Beispiel Plantura Bio‑Rasendünger oder Hornspäne. Düngen Sie zwei- bis dreimal im Sommer. Bei anhaltender Trockenheit legen Sie eine Pause ein.
Düngemittelwahl bei Hitze
Um den Rasen bei hohen Temperaturen optimal zu düngen, ist die Wahl des richtigen Düngemittels entscheidend. Langsam freisetzende Düngemittel sind eine hervorragende Wahl, da sie Nährstoffe gleichmäßig über längere Zeiträume abgeben und so das Gras nicht überfordern.
Achten Sie darauf, Düngemittel mit einem niedrigen Stickstoffgehalt zu verwenden. Ein hoher Stickstoffanteil kann dazu führen, dass das Gras schneller wächst und dadurch mehr Wasser benötigt. Eine ausgewogene Nährstoffversorgung unterstützt das Wachstum ohne zusätzlichen Stress.
Außerdem sollten organische Düngemittel in Betracht gezogen werden. Diese stärken die Bodenstruktur, fördern die Mikrobenaktivität und erhöhen die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens. Bei der Anwendung empfiehlt es sich, im frühen Morgen- oder späten Abendstunden zu düngen, um Verdunstungseffekte zu minimieren und sicherzustellen, dass die Nährstoffe gut aufgenommen werden können.
Bewässerungstipps für gesunden Rasen
Eine angemessene Bewässerung ist entscheidend für einen gesunden Rasen, besonders bei hohen Temperaturen. Der Schlüssel liegt darin, den Rasen in tiefen und weniger häufigen Intervallen zu bewässern. Tiefere Bewässerungen fördern das Wurzelwachstum und machen den Rasen widerstandsfähiger gegen Dürre. Durch längeres Gießen wird sichergestellt, dass die Feuchtigkeit bis zu den Wurzeln gelangt.
Es empfiehlt sich, früh am Morgen oder spät am Abend zu gießen, da die Verdunstung dann geringer ist. Dies sorgt dafür, dass das Wasser effektiv genutzt wird und der Rasen ausreichend Nährstoffe aufnehmen kann. Achten Sie darauf, nicht zu viel Wasser auf einmal zu geben, da dies zu Staunässe führen kann, die dem Gras schadet. Eine regelmäßige Überwachung des Bodens hilft dabei, das richtige Maß an Bewässerung zu finden und sicherzustellen, dass der Rasen gesund bleibt.
Zeitpunkte für Düngung anpassen
Um den Rasen auch bei hohen Temperaturen optimal zu fördern, ist es wichtig, die Zeitpunkte der Düngung entsprechend anzupassen. Ideal sind frühmorgens oder spätabends für das Düngen, wenn die Temperaturen kühler sind. Zu diesen Zeiten kann das Gras die Nährstoffe besser aufnehmen und eine Verdunstung wird weitestgehend vermieden.
Zudem sollte man darauf achten, nicht während der heißesten Tageszeiten zu düngen, da dies zusätzlichen Stress verursachen kann. Ein gut geplanter Düngezeitpunkt unterstützt die Regeneration des Rasens und sorgt dafür, dass er vital bleibt.
Die richtige Einschätzung von Wetterbedingungen spielt ebenfalls eine Rolle. Bei angekündigten Niederschlägen kann es sinnvoll sein, auf das Düngen zu verzichten, um eine Auswaschung der Nährstoffe zu vermeiden.
Video-Link: https://youtu.be/UZn11Bz93gE
FAQs
Wie oft sollte ich meinen Rasen düngen, wenn es heiß ist?
Kann ich meinen Rasen düngen, wenn es regnet?
Welche Anzeichen zeigen, dass mein Rasen zu wenig Nährstoffe bekommt?
Ist es besser, mineralische oder organische Dünger zu verwenden?
Kann ich meinen Rasen während einer Hitzewelle düngen?
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